Jubiläum 25 Jahre Schüleraustausch (1976 - 2001)

Q wie Quintessenz. Quintessenz : 25 Jahre Freundschaft und Schüleraustausch zwischen der Langenbergschule in Birkenau und dem Collège Jean Rostand in La Rochefoucauld gelten als gelungen. Rainer Stephan, Leiter der Schule und Vater der Freundschaft auf deutscher Seite, brachte es auf den Punkt. Diese Mal bediente er sich der Form des Alphabets, um von A bis Z alle außerhalb seiner Schule wirkenden Personen zu würdigen, allen Vorgängen und Umständen gerecht zu werden, die bei lebendigen Beziehungen zwischen Menschen zweier Nationen zu einem Aufbau des Hauses Europa beitragen.

Eine Feierstunde aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums des Schuleraustausches zwischen beiden Häusern, der Gemeinden und des Kantons La Rochefoucauld sollte es werden, kein Kommers. Und dennoch zogen sich die Vielzahl von Ansprachen, die gegenseitigen Freundschaftsbeteuerungen, die Dankesworte hin, die dem bis dato noch seltenen Ereignis den würdigen Rahmen gaben. Schulamtsdirektorin Rita Fink-Werner drückte es so aus: "Ich habe noch nicht viel Gelegenheit gehabt, an einem solchen wunderbaren Jubiläum teilzunehmen."

Das eigentliche Feiern mit einer Vielzahl von Europa-Freunden aus Birkenau und Umgebung, mit den Gasteltern, mit gemeindlichen Vertretern und Vertretern des Partnerschaftsvereins kam auf Initiative der Schüler mit dem Kollegium selbst natürlich nicht zu kurz; auch und gerade wenn die kleinsten Gäste aus der Partnergemeinde, die auf "Schnupperkurs" durch Birkenau sind, frisch und fröhlich nach der Melodie "Von den blauen Bergen..." singen: "Ich bin Ausländer und spreche nicht gut Deutsch . . .",oder wenn die größeren Austauschschüler anstimmen: "Mathe asse ich wie die Pest. Deutsch das find isch wirklich gut, das liegt mir äscht im Blut."

Nach 25 Jahren Engagement für die gemeinsame Sache meldete sich die "Mutter der Freundschaft" auf französischer Seite, Madame Henriette Beauregard, erstmals offiziell zu Wort. Auch bei diesem Anlass war ihre Kurzansprache von viel Witz und Verständnis geprägt.In diesem Sinne zitierte Birkenaus Bürgermeister Albert Kanz auch einen von Rainer Stephan zu einem früheren Jubiläum geprägten Satz : "Höflichkeit, Achtung und Ehrerbietung dem anderen gegenüber werden formell gefordert. Herzlichkeit und gegenseitiges Vertrauen lassen dagegen dauerhafte Freundschaften entstehen."

Von dieser Herzlichkeit war die Jubiläumsfeier an der Langenbergschule geprägt, auch wenn es um den
"schnöden Mammom" ging.

So kamen sowohl Albert Kamz, der Partnerschaftsvize Walter Stein und der Vorsitzende der Europa-Union, Wolfgang Freundenberger, mit einem erklecklichen Betrag vorbei, um den Austauschschülern die als Höhepunkt geplante Fahrt in die Bundeshauptstadt Berlin finanzieren zu helfen. Daneben gab's angeregt und verteilt vom Partnerschaftsverein jede Menge Blumen, Schlappen aus der "Schlappefabrik" in La Rochefoucauld sowie köstlichen Rebensaft für die verdienten Mitstreiter einer großen Freundschaftsbewegung: für das Ehepaar Klaus Ludwig und Helga Einhäuser, für Wolfgang Schmeidel, für Eva Martin und Cornelia Schneider von der Fachschaft Französisch, für Roswitha Madl, die neben Sabine Schneider und Claudia Jürgens auch das musikalische  Rahmenprogramm gestaltete, für Henriette Beauregard bien sûr und schließlich und endlich für "unseren Obermotor", wie es Walter Stein ausdrückte, für Rainer Stephan.

Dagegen warf gerade Geschichtslehrer Michael Flath einen Blick in die Zukunft. Zunächst dokumentierte er mit der Eroberung durch die Römer und der Zeit der Regentschaft Karls des Großen die gemeinsame Geschichte beider Nationen und damit beider Kommunen, erinnerte daran, dass "alles schon mal da war" und erklärte sich als einer der Jüngeren bereit, die Freundschaftsbewegung weiter zu pflegen, mitzuarbeiten. "Für die nächsten 25 Jahren", wie an diesem Abend immer wieder betont wurde.

Letzte Änderung: 23.03.2015 14:37 Uhr