BEGEGNUNGEN IN BRÜSSEL EIN VORTRAG VON WERNER HELMKE
Werner Helmke nimmt uns in seinem Vortrag mit auf eine Reise in die Europa-Stadt Brüssel. Ein Blick in die Geschichte der Stadt hilft uns das „Heute und Jetzt“ besser zu verstehen.
Wenn man sich mit einer fremden Stadt beschäftigt, lernt man sie allmählich kennen, bis sie vertraut wird, und das Gefühl entsteht, man wird sich in ihr zurechtfinden. Dabei ist der Blick in die Geschichte eine große Hilfe, auch wenn sich ausgerechnet Brüssel im inneren Kern vieler alter Gebäude entledigt hat und mit Beton und Glas eine moderne Großstadt im Lande Irgendwo geworden ist. Aber hinter der glänzenden Fassade lässt sich doch das entdecken, was einmal war, was der neueren Zeit die Strukturen vorgab, was überhaupt erst dazu führte, dass sich die Stadt entwickeln konnte. Die Geschichte geht zurück in die reiche Zeit um 1500, als die Stadt die europäischen Höfe mit ihren Luxusgütern ausstattete, den kostbaren Tapisserien und Spitzen, den edlen Altären und Gemälden, mit Gold-, Silber- und Seidenschmuck für adlige und kirchliche Präsentation. Die verschiedenen handwerklichen und künstlerischen Betriebe waren in Gilden organisiert, deren Renommee bis heute auf dem Großen Markt prunkt. Als Residenzstadt der habsburgischen Niederlande entstand in Brüssel eine erste europäische Hauptstadt. Dann folgten die frühe Industrialisierung und damit moderne Probleme etwa von Hygiene und Infrastruktur. Wir wollen auch moderne Kunst und Kultur nicht vergessen, den Maler Magritte, den Brüsseler Zeichner Hergé mit Tim und Struppi und dann noch die Schlümpfe. Und natürlich nicht übersehen, dass Brüssel heute und schon seit einiger Zeit wieder eine Hauptstadt Europas geworden ist.